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ZAHN FOR LESS`s kleines Lexikon

ABC
J
A

Abdruck/Abformung
Abformung des Kiefers oder der Zähne mithilfe einer speziellen Masse (z.B. Silikon). Die Negativform wird zur Weiterverarbeitung mit speziellen Hartgipsen ausgegossen.

Beim Abdruck handelt sich um ein Verfahren zur Abformung von Zähnen oder ganzen Kiefern, z.B. Ober- oder Unterkiefer. Die gewonnene Hohlform, also das Negativ der realen Situation wird zur Anfertigung eines naturgetreuen Modells mit einem speziellen Gips ausgegossen. Somit hat der Zahnarzt oder auch Zahntechniker die detailgetreue Situation Ihrer Zähne auf einem Gipsmodell zur Verfügung.

Die Abdrucknahme beim Zahnarzt dient der Modellerstellung für die Arbeit im Dental-Labor, denn ähnlich wie beim Dia-Negativ wird ein Negativ-Abdruck der Zähne mittels Abdruckmasse und Abdrucklöffel genommen, der später mit Gips aufgegossen wird. So erhält der Zahntechniker ein getreues Modell vom Gebiss, um Inlays, Zahnbrücken oder Implantatkronen etc. passend anzufertigen. Mit Hilfe einer plastischen Abformmasse wird ein Abdruck der Zähne (Zahngebiss) angefertigt. Anhand von diesem Abdruck von Zähnen und Kiefer fertigt der Zahntechniker den Zahnersatz an. Dieses zahnärztliche Verfahren bietet die Möglichkeit, ein exaktes Duplikat zu erstellen. Ein Modell gibt die Situation vom Kieferbereich oder Zahnbereich im Mund wieder. Die Zahnmedizin kennt viele Abdruckarten und Abdrucktechniken, die das Ziel haben, ein möglichst genaues Abbild von Zähnen, Präparation und Kieferabschnitten zu erhalten. Der Abdruck liefert die Vorgabe, nach dem im zahntechnischen Labor die weitere Arbeit beim Zahntechniker erfolgt.



Abformlöffel

Der zahnmedizinische Abformlöffel dient der Formgebung und richtigen Positionierung bei zahnärztlichen Abformungen (Abdrücken).



Abrasion

Abrasion bezeichnet einen Verlust an Zahnsubstanz (Zahnchmelz) durch Reibung zum Beispiel Zähneknirschen. Zahn-Abrasionen können an einzelnen Zähnen auftreten, aber auch am gesamten Gebiss, dies bezeichnet man dann als Abrasionsgebiss.



Abnehmbarer (herausnehmbarer) Zahnersatz

ist die Bezeichnung für die Formen von Zahnersatz, die vom Patienten selbst entfernt werden können. Als abnehmbar wird Zahnersatz, wie Zahnprothese und Zahnbrücke, bezeichnet, der vom Patient selbst entfernt werden und wieder eingsetzt werden kann.
Es gibt festsitzenden und abnehmbaren Zahnersatz. Bedingt abnehmbar sind Implantatsuprakonstruktionen und Riegelsuprakonstruktionen, die nur zu Hygienezwecken oder Kontrollzwecken vom Zahnarzt temporär entfernt werden.



Abutement

mit einem Abutment ist meist ein Stützpfeiler bzw. Implantatpfosten gemeint. Diese sog. Verbindungselemente bestehen aus Titan, Aluminiumoxidkeramik und Zirkondioxidkeramik, diese verbinden das Implantat mit der Suprakonstruktion.
Abutment ist in der Implantologie die Verankerung zwischen Zahnimplantat und der prothetischen Versorgung, sie sorgen so für den Halt der Prothesen.



Adamsklammer

Die Adamsklammer ist ein reines Halteelement und hat eine gute Haltewirkung, da sie den gesamten Zahn umfasst. Aus diesem Grund wird die Adamsklammer häufig angewandt wenn es gilt, kieferorthopädische Platten an Zähnen zu verankern. Diese Adamsklammer eignet sich besonders für die Verwendung an Einzelzähnen oder den Backenzähnen. Der Vorteil einer zweiarmigen Klammer liegt an der höheren Stabilität, da sie von zwei Seiten in der Kunststoffplatte befestigt ist. Durch die Umfassung des Zahnes kann die Adamsklammer das Breitenwachstum des Kiefers blockieren, weshalb sie bei aktiven Geräten immer zusammen mit einer Dehnschraube verwendet werden sollte. Die Adamsklammer ist die in der Kieferorthopädie verwendete Klammerart zum zeitlich begrenzten Halt von Teilprothesen. Beim provisorischen Zahnersatz ist eine Adamsklammer üblich. Die Adamsklammer ist ein Klassiker unter den Halteelementen und ist relativ einfach zum biegen und oder auch zum aktivieren. Die Adamsklammer ist sehr vielseitig einsetzbar, die Schwachstelle liegt jedoch bei der engen Drahtbiegung, welche im Interdentalraum der Zähne zu liegen kommt.



Adhäsivprothese

Anziehungskraft ("Klebekraft") zwischen den Molekülen verschiedener Körper. Die Adhäsionsprothese bedient sich dieser Kräfte zum Halt der Prothesenbasis an der Schleimhaut. Dies wird durch den Speichel noch positiv unterstützt.
Bei dieser Adhäsivprothese handelt sich um eine gaumenfreie Totalprothese für den Oberkiefer.
Beim zahnlosen Oberkiefer wird eine gaumenfreie Abformung gemacht, damit die Adhäsionskraft zwischen Prothese und der Gaumenschleimhaut maximal ausgenutzt werden kann.



Akrylate

sind Polymerisationskunststoffe für den Zahnersatz. Polymerisationskunststoffe (Akrylate) werden häufig bei der Herstellung von Zahnprothesen verwendet.



Akut

bedeutet, ein aktives, plötzlich auftretendes Krankheitsbild, das meist mit Schmerzen verbunden ist. Akut ist ein Gegensatz zu chronisch.



Allergie

heftige Reaktion des kpörpereigenen Immunsystems gegen bestimmte Stoffe, die eigentlich für den Menschen harmlos sind (z. B. Hausstaub, Pollen, Tierhaare, aber auch Aromabestandteile oder Konservierungsstoffe wie Menthol).



Aligner-Therapie / Clear Alinger

Align kommt auch der enlichen Sprache und bedeutet ausrichten.
Die Alinger-Therapie ist eine Kieferorthopädische Behandlung, bei der mit Hilfe von nahezu unsichtbaren Kunststoffschienen (Clear Alinger) nicht ganz so starke Zahnfehlstellungen behandelt werden können.
Mit Hilfe einer Computersoftware wird ausgehend vom Ist-Zustand der Zahnreihen ein Behandlungsziel festgeleg. Die Ausrichtung der einzelnen Zähne wird je nach Grad der Fehlstellung in mehrer Schritte unterteilt. Für jeden dieser Schritte wir eine Schiene hergestellt, die durch Druck die Zahnstellung nach und nach verändert. Die gesamte Behandlung dauert ja nach der Grad Zahnfehlstellung zu Begin der Behandlung ca. 6 - 18 Monate

Der grosse Vorteil dieser Art der Korrektur von Zahnfehlstellungen ligt darin, dass die kunststoffschienen nahezu unsichtbarsind und beim Essen und zum Reinigen herausgenommen werden können.
Speziell für Zahnkorrekturen bei Erwachsenen werden Clear Align immer bieliebter da sie auch am Arbeitsplatz getragen werden können ohne, dass sie in den meisten Fällen überhaupt bemerkt werden.



Amalgamausleitung

bedeutet eine Ausschwemmung der in verschiedenen Körpergeweben gespeicherten Quecksilberionen und Metallionen, die dort an Eiweisse gebunden sind.
Dies ist insbesondere dann sinnvoll und ratsam, wenn im Zuge einer Amalgamsanierung alle alten Amalgamfüllungen entfernt werden. Die Durchführung einer Ausschwemmung ist unkompliziert und erfordert zumeist lediglich die einmalige, tägliche Einnahme eines Medikaments über einen begrenzten Zeitraum. Nur in wenigen Fällen erscheint eine Unterstützung mit speziellen Injektionen hilfreich. Das Medikament stabilisiert die Metalle in den Geweben, bindet diese und fördert deren Ausscheidung über die Niere.



Amalgamunverträglichkeit

bei der Amalgamunverträglichkeit sind über 120 verschiedene Krankheitsbilder bekannt, die durch Amalgamfüllungen verursacht werden können.
Führend bei der Amalgamunverträglichkeit sind Depressionen, Müdigkeit, Gelenkschmerzen und Entzündungen, Taubheitsgefühl, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, evt. Alzheimer Erkrankung etc. Frühere psychische Traumen wie z.B. geschlossene Kopfverletzungen, machen das Gehirn empfänglich für die Ansammlung von Blei, Aluminium und Quecksilber.
Bei Verdacht auf eine Amalgamunverträglichkeit geht man zunächst zum Hausarzt, der prüft, ob die Beschwerden nicht von einer anderen Erkrankung herrühren. Mit einem Urintest oder Bluttest kann der Arzt auch die Quecksilberbelastung ermitteln. Speichelanalysen eignen sich nicht zur Bewertung der persönlichen Quecksilberbelastung.
Gegebenenfalls wird der Hausarzt den Patienten zu einem allergologisch geschulten Arzt überweisen, um zu testen, ob man an einer Quecksilberallergie oder Amalgamallergie leidet.
Um evtl. Unverträglichkeiten auf Dentalmaterialien zu überprüfen, wird meist ein sogenannter Epikutantest durchgeführt. Dabei wird eine spezielle Zubereitung des evt. eine Allergie auslösenden Stoffes auf die Haut gebracht und nach 24, 48 und 72 Stunden die Hautreaktion überprüft.



Ankerkrone

ein überkronter Zahn übernimmt zusätzlich zum anatomischen Ersatz der verlorenen Zahnsubstanz, Halte,- Stütz,- oder Friktionsaufgaben, die mit Zahnersatz kombiniert werden. Dabei wird ein besserer Halt für eine Prothese erreicht.
Ankerkronen sind dabei nicht materialgebunden, sondern nur technisch unterschiedlich.
Weitere Variationen sind: Teilkrone, Ankerbandkrone, Teleskopkrone, Konuskrone, Geschiebe und Druckknopfsysteme, Riegel und Klammern.



Antagonisten

sind Gegenspieler beim Körper und bei den Organen mit entgegengesetzter Wirkungsweise.
Im Zahnbereich die jeweiligen gegenübeliegenden Zähne im Ober- und Unterkiefer.



Approximal

(lat. Proximus, der Nächste, räumlich) bedeutet „zum Nachbarzahn hin“ (mesial oder distal). Die Bezeichnung einzelner Zähne selbst wird durch das Zahnschema identifiziert.



Artikulation

Zahnkontakte (Kau- und Leerbewegungen) während der Verschiebung der unteren und oberen Zahnreihen gegeneinander. Es geht um die Verzahnung, also das Ineinandergreifen der Zähne während der Bewegung der Ober- und Unterkieferzähnen.



Artikulator

ist ein Bewegungssimulator für den Zahntechniker zur Nachahmung der Kieferbewegungen.
Der Artikulator ist ein technisches Gerät, mechanisch versucht, die Unterkieferbewegungen zu simulieren. Der Artikulator wird benutzt, um bei der Herstellung von Zahnersatz die intermaxilläre Relation der Zahnreihen in ihrer Statik und Dynamik patientenbezogen nachzuahmen.



Ästhetische Kompositfüllungen

ästhetische Kompositfüllungen werden häufig auch als Kunststofffüllungen bezeichnet. Sie sind jedoch wegen ihrer kurzen Haltbarkeit umstritten.



Aussenteleskop

(auch Sekundärteleskop). Teleskope sind hauptsächlich Halteelemente und Stützelemente bei herausnehmbaren Brücken und Prothesen und können als Anker verstanden werden. Ein Teleskop besteht aus einer Innenkrone und einer Aussenkrone die der Befestigung eines herausnehmbaren Zahnersatzes dient. Das Innenteleskop, ist eine dünne Metallhülse aus z.B. Gold, welches fest auf den beschliffenen Zahnstumpf oder ein Implantataufbau geklebt wird. Unterschiedliche Materialkombinationen für Innenteleskop und Aussenteleskop sind möglich. Das Aussenteleskop ist der Sekundärteil und ist der herausnehmbare Teil eines Teleskops. Das Sekundärteleskop ist mit der abnehmbaren Prothese verbunden und dient dieser als Halteelement und Stützelement. Das Aussenteleskop hat die Form des ursprünglichen Zahnes und ist fest mit dem herausnehmbaren Teil des Zahnersatzes verbunden. Das Aussenteleskop liegt dem Innenteil voll an und ist mit der Prothese fest verankert.
Teleskopkrone ist in der Zahnmedizin ein Sammelbegriff wobei Parallelwandige Teleskopkronen, Konuskronen und Resilienzteleskopkronen unterschieden werden. Alle Doppelkronen bestehen aus einer Innenkrone resp. Primärkrone und einer Aussenkrone resp. Sekundärkrone.

Der Zahn wird zu einem Stumpf beschliffen. Es wird ein parallelwandig gefrästes Käppchen angefertigt. Das Innenteleskop wird einzementiert mit Phosphatzement. Das Aussenteleskop gleitet über das Innenteleskop. Das Aussenteleskop wird mit zahnfarbenen Massen komplettiert.

B

Biss
damit bezeichnet man das Zusammentreffen und Ineinandergreifen der Ober- und Unterkieferzähne.



Bissschablone / Bißnahme

dreidimensionale Festlegung der Lage des Unterkiefers zum Oberkiefer. Eine der wichtigsten Maßnahmen bei der exakten Anfertigung von Zahnersatz, besonders einer Vollprothese. Eine dem Kiefer angepaßte Platte aus Kunststoff oder Wachs, die einen Wall aus Wachs trägt. Indem der Patient mit den Zähnen des Gegenkiefers leicht in den Wachswall einbeißt, wird die Position der Kiefer zueinander festgehalten. Diese Bissnahme ist z.B. bei der Erstellung einer Prothese erforderlich.
Sind beide Kiefer zahnlos, werden zwei Bissschablonen benötigt, um die Position des Unterkiefers zum Oberkiefer festzulegen.



Bleaching / Bleichen von Zähnen

Behandlung zur Zahnaufhellung. Es wird unterschieden zwischen dem Bleaching in der Zahnarztpraxis und der Aufhellung der Zähne durch das Home Bleaching, das „Zuhause bleichen“. In der Zahnarzt Praxis kommen konzentrierte Aufhellungsmittel zur Anwendung, bei denen die Zähne durch bestimmte Chemikalien, die durch Licht aktiviert werden, neuen, weißen Glanz erhalten.
Beim Home Bleaching wird mit einem Aufhellungsgel, welches durch eine Trägerschiene am Zahn gehalten wird gearbeitet und der gleiche Effekt erzielt. Bei dieser Anwendung, die von außen geschieht, sollte der Zahnschmelz mittels Flouriden nach der Weißung (Dauer ca. 10 Nächte) unbedingt wieder gehärtet werden.



Bonusheft, Bonusregelung

mit der Einführung des Bonusheftes wollen die Krankenversicherer ihre Kosten für Zahnersatz senken. Die Reglung zum Erhalt von einem 10 bis 15 prozentigen Bonus auf Zahnersatz (Brücken, Kronen und Prothesen) ist ganz einfach und unkompliziert. Der Patient muss vor Beginn seiner Zahnbehandlung in den vergangenen 5 bis 10 Jahren mindestens einmal im Kalenderjahr zur Kontrolle im Zahnarztstuhl gesessen haben.



Brücke

festsitzender Zahnersatz zur Überbrückung fehlender Zähne. Nach Beschleifen und Abdrucknahme der an eine Lücke angrenzenden Zähne (=Brückenpfeiler), wird die in einem Zahnlabor angefertigte Brücke mit Zement als 'Klebstoff' fest einsetzt. Je nach der Anzahl der fehlenden Zähne unterscheidet man zwischen ein- und mehrspannigen Brücken, die überbrückten Zähne nennt man Brückenglieder; ein Sonderfall stellt die Freiendbrücke dar, die nur auf einer Seite der Lücke (meist mehrere) Pfeiler hat.



Brückenglied, Brückenzwischenglied

da eine Brücke, je nach Anzahl der fehlenden Zähne, aus ein oder auch mehreren Brückengliedern (künstlichen Zähnen) bestehen kann, wird der einzelne, künstliche Zahn einer Brücke Brückenglied genannt.



Bukkal (Buccal)

Bezeichnung für eine Zahnfläche, die zur Wange hin gelegen ist./p>

B

Cervical
Den Zahnhals (zwischen Zahnkrone und Zahnwurzel) betreffend



CAD/CAM

Computer Aided Design/Computer-Aided Manufacturing Computergestütztes Entwerfen und Herstellen. Der CAD-Bereich besteht aus der Software und dem Computer und der CAM- Bereich aus der Fräsmaschine. Der Scanner tastet das Modell ab und digitalisiert die Daten. Aus kleinen Blöcken, die aus verschiedenen Materialien bestehen können, wird dann mittels der Fräsmaschine der individuell benötigte Zahnersatz computergesteuert gefräst.



Chronisch

Langsam verlaufend, schleichend, lange dauernd. Der Gegensatz zu akut.

B

distal
von der Mitte weg

B

Einzelzahnimplantat
beim herkömmlichen Zahnersatz (Brücke) werden die beiden Nachbarzähne beschliffen. Der Zahn verliert dabei an Substanz.
Ein Einzelimplantat, der Ersatz eines Zahnes durch ein Implantat, kommt meistens dann zur Anwendung, wenn die Nachbarzähne geschont werden sollen und der Einsatz einer Brücke aus diesem Grunde vermieden werden kann. Das Einzelzahnimplantat verhindert diese Nachteile der Überkronung von zwei Zähnen für eine Brücke, vor allem, wenn diese Zähne ansonsten gesund sind.
Siehe auch Implantate



Edelmetalle

in der Zahnheilkunde gebräuchliche Werkstoffe (Legierungen) für Zahnersatz. Die Edelmetalle liegen nie in reiner Form vor, sondern aus Stabilitäts- u. Kostengründen als Legierungen. Typische Vertreter sind Gold, Platin u. Silber; in neuerer Zeit auch das reine - technisch schwer zu verarbeitende - Element Titan.



Extraktion

Das Herausziehen eines Zahnes oder Fremdkörpers wird als Extraktion bezeichnet.

B

Festsitzender Zahnersatz
sind Kronen, Brücken, Veneers und Inlays. Diese bestehen aus Kunststoff, Keramik oder Metall. Der Zahnarzt bereitet die vorhandenen Zähne durch Abschleifen für einen Abdruck vor. Aus diesem Abdruck stellen die Zahntechniker im Zahnlabor den künstlichen Zahnersatz her. Mit Zahn-Zement oder speziellem Kleber wird dieser festsitzende Zahnersatz auf den abgeschliffenen Zahnstümpfen befestigt. Sollen einzelne, gesunde Zähne nicht angeschliffen werden, oder fehlen Zähne komplett, werden zur Aufnahme des festsitzenden Zahnersatzes Implantate verwendet. Die Implantate werden operativ in den Kieferknochen gesetzt und übernehmen nach dem Einwachsen die Funktion einer natürlichen Zahnwurzel

Sehen Sie hier die Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien



Füllung / Plombe

Karies ist ein immer wieder auftauchender Begriff im Zusammenhang mit der Zerstörung der Zahnsubstanz. Die Gründe hierfür sind bekannt. Falsche Ernährung, zuviel Süßigkeiten (vor allem bei Kindern) und mangelnde Zahnhygiene. Ist der Zahn erst einmal durch Karies zerstört, muss dieser durch Bohren mit Entfernen der Karies zur Behandlung vorbereitet werden. Es wird eine Hohlform im Zahn geschaffen, damit dort die Unterfüllung zur Platzierung der eigentlichen Füllung eingebracht werden kann. Es gibt verschiedene Arten von Füllungsmaterialien, wie das umstrittene Amalgam, eine Reihe von Kunststoffen, auch Komposites oder weiße Füllungen genannt. Weiterhin werden die wenig haltbaren Zemente (meist als Provisorium, oder Unterfüllung) sowie starre Füllungsmaterialien, vor allem Gold oder Goldlegierungen (Inlays) eingesetzt.



Funktionsabdruck

die Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und Zahntechniker ermöglicht die Herstellung von Zahnersatz. Damit der zahnlose Kiefer mit Zahnersatz versorgt werden kann, muss ein Abdruck hergestellt werden. Es ist wichtig dabei, dass die natürliche Bewegung des Kiefers berücksichtigt wird. Auch spielen hierbei die Mechanismen der Muskeln und Schleimhäute in ihrer natürlichen Funktion, wie diese sich beim Essen und Sprechen verhalten, eine große Rolle.
Dieser spezielle Funktionsabdruck wird am Patienten mit einer dafür hergestellten Schablone, dem Funktionslöffel genommen. Für das Zahnlabor ist dieser Abdruck der Ausgangspunkt zur Herstellung von Zahnersatz, oder eines kompletten Gebisses. Meist sind nach dem Einsetzen noch kleine Anpassungen durch den Zahnarzt notwendig. Diese fallen umso geringer aus, wenn Labor und Praxis gut zusammen arbeiten.

B

Galvanotechnik
gleich einer Autobatterie befinden sich auch im menschlichen Körper elektrische Spannungen, die in einer ständigen Bewegung sind und die unterschiedlichsten Funktionen, angefangen von Impulsen des Gehirns, steuern und überwachen. Diese elektrischen Ströme werden auch durch unsere Zähne geleitet und können bei der Unterbrechung oder Umlenkung empfindliche Störungen hervorrufen. Damit dies bei der Versorgung mit Zahnersatz weitgehend ausgeschlossen bleibt, kommt hier die Galvanotechnik zum Einsatz. Dies ist eine elektro-chemische Methode, mit deren Hilfe Werkstoffoberflächen besser elektrisch leitend, abriebfester und korrosionsbeständiger gemacht werden. Hierbei werden Oberflächen von metallischen Zahnersätzen mit edlen Schichten, wie Gold oder Goldlegierungen überzogen.



Gebiss

das Gebiss des Menschen besteht aus 32 Zähnen und erfüllt in seiner Ursprünglichkeit einzig die Funktion der Nahrungsaufnahme und Zerkleinerung. Sich hiermit auch zur Wehr zu setzen, sprich zuzubeißen, entstand durch die zunehmende Anzahl von natürlichen Feinden, als Möglichkeit zu dominieren, sich zur Wehr zu setzen und letztlich um zu Überleben. Im Kiefer des Erwachsenen befinden sich jeweils oben und onten 6 große Backenzähne, die auch Mahlzähne (Zerkleinerung der Speisen) genannt werden. Weiterhin finden wir hier 4 kleine Backenzähne (zur Fixierung der Speisen) sowie 2 Eck- oder auch Reißzähne und 4 Schneidezähne, mit denen die Nahrung abgebissen (gerissen) wird.



Geschiebe

sind ein Verbindungselement zwischen Restzahnbestand und Zahnersatz. Im Gegensatz zu den konventionellen Prothesenklammern ergibt sich vor allem beim Geschiebe ein kosmetischer Vorteil, da die Verankerung nach außen hin nicht sichtbar ist. Außerdem je nach Art des Geschiebes eine bessere Kraftverteilung auf die Restzähne. Das Geschiebe besteht immer aus zwei Teilen: der positive (+), welcher an der Krone des Restgebisses fest verankert (verlötet) ist (Matrize) und der negative (-), welcher mit dem herausnehmbaren Teil verbunden ist (Patrize).



Gingiva

Zahnfleisch



Gingivitis

oberflächliche Entzündung des Zahnfleischsaumes.

H

Heil- und Kostenplan
vor Beginn einer Zahnersatzbehandlung (Versorgung mit Kronen, Prothesen und Brücken) erstellt der Zahnarzt einen für den Patienten kostenfreien Heil- und Kostenplan. Hierin sind die einzelnen Leistungen und voraussichtlichen Kosten für die zahnprothetische Behandlung (zahnärztliches Honorar, Material- und Laborkosten) aufgelistet.
Der Heil- und Kostenplan ist dem Patienten auf dessen Wunsch hin vom Zahnarzt unentgeltlich auszuhändigen.



Herausnehmbarer Zahnersatz Teilprothese / Vollprothese

die Prothese oder auch der herausnehmbare Zahnersatz gliedert sich in verschiedene Bereiche. So gibt es die Vollprothese als kompletten Ersatz aller Zähne in einem Kiefer und die Teilprthese, wenn noch eigene Zähne im Kiefer vorhanden sind.
Die Teilprothese wird mit den unterschiedlichsten Konstruktionen an den eigenen Zähnen oder am Zahnersatz, wie zum Bespiel an Implantaten befestigt.
Die Vollrothese wird eingesetzt, wenn keine eigenen Zähne mehr vorhanden sind. Zum Halt am Kiefer/Zahnfleisch werden die unterschiedlichsten, je nach Verträglichkeit, Haftmittel oder Klebemittel eingesetzt.
Die Herstellung einer perfekten Prothese, die nicht vom Patienten als Fremdkörper um Mundbereich empfunden wird, erfordert großes handwerkliches Können von Zahnarzt und Zahntechniker.

B

Implantat
bei Verlust eines, oder mehrerer Zähne sowie zur Halterung/Fixierung einer festsitzenden Brückenkonstruktion und herausnehmbaren Zahnersatz werden heute weltweit Implantate eingesetzt. Diese Implantate (Schrauben) bestehen aus fremden oder körpereigenem Material, welches in den Kiefer eingepflanzt/eingeschraubt wird.
Das Material der Implantate zur Befestigung der Kronen, des Aufbaus, besteht aus Knochen, körpereigenem Material, Keramik oder Titan. Hierdurch können fehlende Zähne oder verloren gegangene Kieferknochen ersetzt werden.
Der Einsatz eines Implantates erfolgt nach dem Bohren eines Loches in den Kieferknochen. In dieses wird dann das Implantat eingeschraubt. Sollte hierfür nicht genügend Knochenmaterial vorhanden sein, kann dieses durch Eigensubstanz wieder aufgebaut werden.

Siehe auch Knochenaufbau

Man unterscheidet das Einzelimplantat, eine künstliche Zahnwurzel aus Titan, die ca. 3-6 Monate einwachsen sollte, um dann den Aufbau, die eigentliche Krone aufzunehmen, sowie zwei (oder mehrere) Implantate zur Aufnahme der Totalprothese. Letztere werden mit einem Steg zur Stabilisierung miteinander verbunden; das Einsetzen von vier Implantaten zur Befestigung einer Teleskop Prothese; das Einsetzen von 6 Implantaten zum Befestigen einer festsitzenden Brücke.
Dies bewirkt einen sehr hohen Tragekomfort und eine große Stabilität. Da über Implantate die beim Kauen entstehenden Kräfte ähnlich wie bei eigenen Zähnen an den Kiefer weiter gegeben werden, wird hierdurch dem Knochenschwund wirkungsvoll vorgebeugt.

Inlay
Ein Inlay ist eine hochwertige Zahnfüllung, es wird im zahntechnischen Labor gefertigt und ist wesentlich genauer an die zu ersetzende Zahnsubstanz angepasst als übliche direkt am Patienten angepasste Zahnfüllungen. Mit dieser Zahnfüllung werden unter anderem die Folgen von Karies behandelt.
Ein Inlay kann aus verschiedenen Materialien gefertig werden, beispielsweise aus Gold, Keramik, Lithium-Disilikat oder manchmal auch Kunststoff (Kunststoff ist auf Grund der kurzen Haltbarkeit weniger zu empfehlen). Zudem können Inlays mittlerweile auch aus Titan gefertigt werden.

Sehen Sie hier die Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien

Ein Inlay wird meistens im Seitenzahnbereich angebracht und ersetzt nur Teile der verlorenen Kaufläche. Zahnfüllungen, die auch kaukrafttragende Flächen ersetzen werden auch Onlay genannt, wobei der Übergang zwischen Inlay und Onlay und der nächste Schritt, die Teilkrone fließend ist. Aufgrund der Passgenauigkeit eines Inlays, ist dieses als sehr haltbar anzusehen und der Wiederbefall mit Karies ist weit weniger wahrscheinlich als bei den üblichen günstigeren Zahnfüllungen.

B

Jacketkrone
Jacketkrone ist eine ältere Bezeichnung für Kunststoff- oder Keramikkronen ohne Metallgerüst. Kunststoff-Jacketkronen werden heute nicht mehr als permanente Versorgung eingesetzt. Keramik-Jacketkronen werden heute Ganzkeramik-Kronen genannt.

K

Karies
Zahnfäule, "Loch im Zahn"; die mit Abstand häufigste Erkrankung des Menschen.
Kohlenhydrate (bes. Zucker) werden durch Bakterien (besonders streptococcus mutans) zu Säuren vergoren, welche alle Teile des Zahnes angreifen können. Diese Säuren greifen ständig sämtliche Teile unserer Zähne an und zersetzen dabei den harten Zahnschmelz. Bei diesem Prozess entsteht die gefürchtete Karies. Unser Körper ist nicht in der Lage, im Gegensatz zu sonstigen Verletzungen und Wunden, hiergegen körpereigene Reparaturmaßnahmen zu entwickeln und die entsprechenden Mineralien zu entwickeln. So ist es zahnmedizinisch nur im Anfangsstadium von Karies möglich, durch Wiedereinlagerung von Mineralien den Zahnschmelz wieder aufzubauen und eine Ausheilung zu erreichen. Ist dieses Anfangsstadium überschritten, kann eine Ausheilung nur noch durch Entfernen der Karies und einer Zahnfüllung erfolgen.



Keramik

Keramik ist ein Werkstoff, der in der ästhetischen und modernen Zahnheilkunde vom Zahnarzt hauptsächlich zur Herstellung von Inlays, Teilkronen, Kronen und Brücken verwendet wird. Es ist ein äußerst stabiles Material, welches in einem speziellen Ofen gebrannt werden kann.



Knochenaufbau

sollen fehlende Zähne durch Zahnersatz ersetzt werden, kommen hierfür zunehmend Implantate in Betracht. Vor dem Einpflanzen der Implantate wird anhand der Panorama- Röntgenaufnahme/ Computertomographie durch den Zahnarzt oder auch Kieferorthopäden die eigene, vorhandene Knochensubstanz festgestellt.
Das Implantat kann nur bei ausreichend vorhandenem Knochenmaterial fest einwachsen. Zum Aufbau des vorhandenen Kieferknochens verwendet der Kieferchirurg ein Granulat, welches zum Teil aus körpereigenem Knochenmaterial und einem fremden Knochenmineral besteht. Durch die große Ähnlichkeit zu menschlichem Gewebe sind diese Materialien bestens dazu geeignet, die Bildung neuen Knochengewebes zu fördern und die Gewebeheilung im menschlichen Körper stark zu beschleunigen. Sie werden zur Heilung in das Gewebe integriert und dann vom körpereigenen Stoffwechsel allmählich (im Allgemeinen schon nach wenigen Monaten) abgebaut.



Komposit

Komposite sind Füllungswerkstoffe in der Zahnheilkunde, welche Umgangssprachlich auch häufig mit dem Begriff Kunststoff bezeichnet werden.
Komposite gibt es in allen Farben, so dass jede Farbe eines Zahnes nachempfunden werden kann und eine Komposit Füllung nahezu unsichtbar wird. In der modernen ästhetischen Zahnheilkunde zählt das Komposit neben Keramiken als Hauptfüllungswerkstoffe bei einer Füllung für den Zahnarzt, ist aber wegen der nicht so langen Halbarkeit nicht ganz unumstritten.
Sind die Zähne im Frontbereich zum Beispiel durch Karies, einen Unfall oder Bissschäden angegriffen, wird von den Zahnärzten meist auf ein zahnfarbenes Füllungsmaterial verwiesen. Die unterschiedlichen Komponenten sind hierfür speziell aufbereitet und in diese werden mikrofeine Glas- und Quarzteilchen eingebunden. Dieses Füllungsmaterial wird mit dem Zahnbein verbunden und anschließend mit einem speziellen Kleber an den Zahnschmelz gebracht. In der Regel wird diese Komposit-Füllung abschließend mit einem speziellen Licht gehärtet.



Konuskrone

eine der Teleskopkrone ähnliche Doppelkrone. Im Gegensatz zur Teleskopkrone, welche mindestens zwei parallele Flächen aufweist, läuft die Konuskrone nach oben kegelförmig zu.



Kieferzyste / Zyste

rundlich geschlossener, mit einer Flüssigkeit oder breiigem Material gefüllter Körperhohlraum, der durch eine Kapsel abgegrenzt ist. Zysten sind im Kieferbereich relativ häufig anzutreffen und neigen stets zu einer gutartigen (meist langsamen) Vergrößerung. Auch nach Entfernung des die Zyste verursachenden Zahnes wachsen diese Gebilde weiter. Sie können unter Umständen bis zur Größe eines kleinen Hühnereies wachsen, bevor sie den Kieferknochen durchbrechen. Da diese Zysten - falls sie nicht infiziert werden - bis zu einer gewissen Größe völlig schmerzlos sind, ist ihre Erkennung meist nur röntgenologisch möglich.

L

labial
zur Lippe hin



Langzeitprovisorium

sind die Zähne beschliffen worden oder müssen die Wunden nach dem Entfernen der Zähne ausheilen, wendet der Zahnarzt oder Kieferorthopäde die provisorische Versorgung an. Hiermit soll erreicht werden, dass in einem Zeitraum von bis zu zwölf Monaten, die Heilungsprozesse abgeschlossen sind und der Kiefer seine Umbauvorgänge beendet hat. Danach kann dann der Zahnarzt mit der eigentlichen, dauerhaften Behandlung beginnen



Laser

steht für die englische Abkürzung von „Light amplification by stimulated emission of radiation“.
Mit dem zahnärztlichen Laser können heute sehr viele Therapien vom speziell dafür ausgebildeten Zahnarzt vorgenommen werden. Es kann in der Parodontologie und der Endodontie (Wurzelkanalbehandlungen) eine Keimreduktion der entzündeten Zahnfleischtaschen erreicht werden, es können Zähne oder ein einzelner Zahn gebleicht werden und kleinere chirurgische Eingriffe vorgenommen werden.
Der Vorteil des Lasers liegt darin, dass es kaum zu Blutungen kommt, sämtliche Bakterien abgetötet werden, häufiger weniger Schmerzen entstehen und Wunden z.T. nicht mehr genäht werden müssen.



Legierung

Vereinigungen eines Grundmetalls mit einem o. mehreren Elementen (= metallkundliche Mischung) zur Verbesserung oder zur Erzielung neuer Eigenschaften des Grundmetalls



Lingual

zur Zunge hin.

M

Mandibula
Unterkiefer (UK)



Metallkeramik

auch VMK-Technik (Verblend Metall Keramik). Kronen- oder Brückenzahnersatz, bei welchem aus biokompatiblen und kosmetischen Gründen das vom Zahntechniker aus einer speziellen Legierung hergestellte Metallgerüst mit einer keramischen Masse in einem Sinterungsprozeß versehen wird. Diese keramische Verblendung wird genau Ihrer Zahnfarbe angepasst.



Mesial

der Mitte zu.



Modellguss

Herausnehmbarer Zahnersatz; zahntechnische Bezeichnung für vom Zahntechniker aus Edelmetall oder aus einer Chrom-Kobalt-Legierung ("Stahlprothese") hergestellte Teilprothese aus einem Guß (d.h. Prothesenbasis mit Klammern).



Molar

Backenzahn (lat. Bezeichnung für die Mahlzähne des menschlichen Kiefers) Es sind dies die am weitesten nach hinten (distal) gelegenen Zähne des Kiefers.



Mucosar

Schleimhaut

N

NEM-Legierung
Nicht Edel Metall - Legierung. Eine Legierung ohne Edelmetall

O

OK
Abkürzung für Oberkiefer (Maxilla)



Okklusal

in Richtung der Kaufläche - im Bereich der Kaufläche.



Okklusion

Lage der unteren Zahnreihe zur oberen im Zahnreihenschluss. Es sollte hierbei ein maximaler Kontakt aller Zähne zueinander entstehen. Ist dies nicht der Fall, spricht man von einer Okklusionsstörung, die weiter untersucht werden sollte, um Problemen im Kiefergelenk und den Zähnen vorzubeugen.



Onlay / Kuppelfüllung

Onlay`s werden auch Kuppelfüllung genannt und sind der Ersatz für defekten, geschwächten Zahnwände durch Übergreifen des Onlays über die Höcker des Zahns, die die Kaukraft tragen.
Der Übergang vom Inlay über das Onlay zur Teilkrone ist fliessend. Bei umfangreicheren Inlays, die auch die Zahnhöcker umfassen, spricht man von einem Onlay. Eine Kuppelfüllung, welche die Kaufläche der Zahnkrone umfasst. Durch ausgedehnte Karies oder Wurzelbehandlung geschwächte Zahnwände werden mit ihrer Hilfe gegen Zahnzerstörende Kaukräfte geschützt. Ein Onlay ist eine Form des Zahnersatzes.
Im Gegensatz zu einem Inlay, bei welchem die Kaufläche nicht komplett bedeckt ist, ist bei einer Versorgung mit einem Onlay meist die ganze Kaufläche inkl. Teile der Höcker von Metall oder Keramik überlagert.
Das Inlay (englisch Einlage) ist eine laborgefertigte Füllung bzw. Einlagefüllung im Seitenzahnbereich. Das Onlay (englisch Auflage) ist eine laborgefertigte Einlagefüllung im Seitenzahnbereich, die die gesamte Kaufläche der Zahnkrone umfasst.
Inlays und Onlays können aus Edelmetall, Titan, Keramik, Lithium-Disilikat und Kunststoff hergestellt werden. Kunststoffinlays sind wegen ihrer Kurzlebigkeit umstritten. Inlays oder Onlays aus Edelmetall, auch galvanisch herzustellen, sind auf Grund der präzisen Passung und der langen Haltbarkeit bestens geeignet.

Sehen Sie hier die Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien



DURCH ONLAY`S KÖNNEN STARK ZERSTÖRTE ZÄHNE ERHALTEN BLEIBEN.


Ein Onlay kann dazu beitragen, einen schon recht stark zerstörten Zahn doch noch zu erhalten (Zahnerhaltung) es bietet so dem Zahnarzt die Möglichkeit, so viel wie möglich von Ihrem natürlichen Zahn zu erhalten.
Onlays sind Füllungen, die in einem zahntechnischen Labor passgenau angefertigt werden. Der Zahntechniker arbeitet dabei mit einem Abdruck des Loches im Zahn.
Onlays unterscheiden sich also von den plastischen Füllungen, die direkt beim Zahnarzt aus plastischem Material direkt im Mund angefertigt werden und anschliessend aushärten.



Gold-Onlay:


Die Abnutzung des Onlays entspricht in etwa der des natürlichen Zahnes. Gold-Onlay oxidiert nicht und führt nicht zu Zahnverfärbungen. Nur sehr wenige Menschen reagieren allergisch auf Gold.



Keramik-Onlay:


Keramik ist sehr gut verträglich und löst keine Allergien aus. Keramik-Onlay nutzt sich nur sehr langsam ab und verändert sich nicht in der Farbe.



Dreiviertelkrone (Onlay):


Die Dreiviertelkrone (Onlay) ist ein festsitzender Zahnersatz, der zu den sogenannten Teilkronen gehört.
Das sind Kronen, bei denen nur eine oder mehrere Seiten sowie die Kaufläche des Zahnes überkront werden. Welche Kronenart für den einzelnen Patienten infrage kommt, ist individuell und entscheidet der Zahnarzt, nach dem Grad der Zahnschädigung. Es kann sein, dass der Kariesbefall beispielsweise so weit fortgeschritten ist, dass eine Behandlung mit einem Inlay (Einlagefüllung) nicht mehr möglich ist, aber noch so viel gesunde Zahnhartsubstanz erhalten ist, dass eine vollständige Bekronung / Überkronung nicht nötig erscheint. In diesem Fall wird der Zahnarzt in der Regel eine Dreiviertelkrone (Onlay) empfehlen. Voraussetzung für die Dreiviertelkrone (Onlay) ist stets, dass der aussen sichtbare Teil des Zahnes nicht zerstört ist. Ästhetisch ist das Ergebnis zumeist sehr befriedigend, da die Zahnfarbe den Nachbarzähnen nicht in einem zusätzlichen Arbeitsschritt angepasst werden muss. Eine Dreiviertelkrone (Onlay) hat ausserdem den Vorteil, dass die gesunde Zahnsubstanz so weit wie möglich geschont wird. Man spricht in diesem Fall von einer minimalinvasiven Behandlung. Für jeden Patienten und für jede individuelle Zahnsituation sollte die Frage nach dem richtigen Zahnersatz mit dem behandelnden Zahnarzt ausführlich besprochen werden.
Der Zahnarzt setzt die Dreiviertelkrone (Onlay) so auf, dass sie den Zahnkronenbereich überspannt, die sichtbare Aussenseite des Zahns bleibt dabei unversehrt. Diese Art des festsitzenden Zahnersatzes zeigt kosmetisch sehr schöne Ergebnisse.
Der mögliche Nachteil der Dreiviertelkrone (Onlay) gegenüber der klassischen Vollkrone kann darin bestehen, dass der Patient sehr gründliche Mundhygiene einhalten sollte, um Karies im Zwischenraum zwischen Krone und Zahn zu vermeiden.
Eine Dreiviertelkrone (Onlay) hat in der Regel nicht die gleiche Haltbarkeitsprognose wie eine komplette Zahnersatzkrone.



Oral

den Mund bzw. die Mundhöhle betreffend.



Ossa

der Knochen

P

palatinal
dem Gaumen zu gelegen.



Palladium

sehr hartes, silbrig-weißes Edelmetall. Wegen einer Steigerung der Korrosions-, Anlauf- und Mundbeständigkeit häufiger (geringer) Bestandteil von Legierungen für Zahnersatz.



Parodontalbehandlung

komplexe Maßnahmen zur Behandlung des erkrankten Zahnhalteapparates.
Besteht ein Verdacht auf Vorliegen einer Parodontitis wird eine Vorbehandlung durchgeführt.
Bei der Vorbehandlung wird zunächst der Zahnstein entfernt und der Patient erhält Anleitungen zur richtigen Zahnpflege und Mundhygiene. ca. drei Wochen nach Abschluss der Vorbehandlung entscheidet der Zahnarzt mit dem Zahnpatienten, ob die Mundpflege ausreichen wird und ein Erfolg zu erwarten ist. Es wird kontrolliert, ob die Entzündung am Zahnbett auf die ersten, lokalen Massnahmen angesprochen hat und ob nach dem Rückgang der entzündeten Schwellung des Zahnfleisches noch Zahnfleischtaschen bestehen. Stellt sich dabei heraus, dass Sie eine behandlungsbedürftige Parodontitis haben, werden Röntgenaufnahmen aller Zähne gemacht und ein individueller Behandlungsplan erstellt. Dies erfolgt in mehreren Etappen. Die Ablagerungen in den Zahnfleischtaschen auf der Wurzeloberfläche der Zähne (Konkremente) und entzündliches Gewebe aus den Zahnfleischtaschen werden entfernt. Danach werden die Wurzeloberflächen geglättet. Grundsätzlich sind regelmässige Nachuntersuchungen des Patienten nach Abschluss der Behandlung nötig. Die Nachuntersuchung hat den Zweck, die Mitarbeit des Patienten zu kontrollieren und ihn weiter zu motivieren. Voraussetzung für den Erfolg der Behandlung ist die Mitarbeit des Zahnpatienten, wobei es auf eine sorgfältige und korrekte Mundpflege ankommt.



Parodontose

gleichmäßiger, nicht entzündlicher Schwund des Parodontiums (Zahnhalteapparat, das funktionelle Verankerungssystem des Zahnes), der zur Lockerung und später zum Verlust der betroffenen Zähne führen kann.

Parodontitis
Entzündungen und Infektionen am Zahnhalteapparat in chronisch auftretender, bakterieller Art werden Paradontitis oder auch Paradentose genannt. Die Gründe und Ursachen für Paradontose sind unterschiedlichster Art. Einerseits spielt die Veranlagung eine große Rolle, oder das Nichtentfernen von Zahnbelägen. Hierbei können sich zwischen den Zähnen und dem Zahnfleisch so genannte Zahnfleischtaschen bilden, in denen sich entzündliche Bakterien bilden. Leider wird die Paradentose von vielen Betroffen nicht erkannt und zieht auch aus diesem Grunde schwere Schäden nach sich. Die Folge kann die Lockerung des Zahnes aus dem Kieferknochen und dem Zahnfleisch sein. Auch hierbei werden häufig die Symptome wie gerötetes und angeschwollenes Zahnfleisch oder auch Zahnfleischbluten zu spät oder nicht bemerkt.



Präparation

damit der Zahnarzt bei einem Zahn mit einer Füllung oder Zahnersatz versehen kann, muss dieser vorher behandelt werden.
Diese Vorbehandlung zur Aufnahme von Füllungen oder dem Anbringen von Zahnersatz nennt man Präparation. Dies geschieht in den meisten Fällen durch das Ausbohren und/oder Beschleifen mit einem rotierenden Bohrer. Weiterhin werden hierfür auch Turbinen oder lichtenergetische Instrumente eingesetzt. Grundsätzlich gilt für den Zahnarzt, bei einer Präparation so wenig wie möglich von der bestehenden Zahnsubstanz zu entfernen.



Prämolar

vorderer oder kleiner Backenzahn. Im bleibenden Gebiß jeweils zwei vor (prä) den großen Backenzähnen (Molaren) stehende Zähne.



Prophylaxe

Bei der Prophylaxe handelt es sich um die Verhütung oder Vorbeugung vor Krankheiten. In der Zahnheilkunde dient die Prophylaxe hauptsächlich dem Verhindern von allen infektiösen Erkrankungen, wie z.B. Karies und Parodontitis, aber auch die Kiefergelenksprophylaxe



Pulpa

die Pulpa besteht aus Bindegewebe, Blutgefäßen, Nerven und füllt den Hohlraum im Inneren eines Zahnes aus. Vereinfacht kann man auch die Pulpa mit dem Zahnnerven gleich setzen.



Periapikal

Umgebung um die Zahnwurzelspitze

Q

Quadrant
Kieferviertel, das durch die Unterteilung in Ober- und Unterkiefer sowie in Kieferhälften gebildet wird. Daraus ergeben sich vier im Uhrzeigersinn angeordnete Quadranten.



Quecksilber

silberglänzendes, bei Zimmertemperatur flüssiges Edelmetall, im Amalgam enthalten, giftig.

R

Radix
Die Zahnwurzel.



Randspalt

Raum zwischen der Füllung und dem Zahn. Wenn dort Karies entsteht nennt man dies Sekundärkaries.



Retrognathie

Frontzahnreihe des Oberkiefers zu weit hinten.

S

Saliva
der Speichel



Schmelz

der Zahnschmelz ist ein emailleartiger Überzug der Zahnkrone und die härteste Substanz des menschlichen Körpers. Der Zahnschmelz ist aus Schmelzprismen aufgebaut. Als formgebendes, sich anpassendes eigenes Körpermaterial gilt der Zahnschmelz auch als anatomisches Körpermaterial. Genauer gesagt sind hier einzelne Prismen zu Büscheln verflochten. Der Verlauf des Zahnschmelzes ist senkrecht zur Zahnoberfläche und er bildet parallel zur Schneidekante eine verlaufende Erhebung. Beschädigungen des Zahnschmelzes können zu Karies führen



Sensibilitätsprüfung

Prüfung der Vitaltät der Zähne mit Kältesprays



Sinuslift

Knochenaufbau in der Kieferhöhle



Sinuslift

Knochenaufbau in der Kieferhöhle



Speicheltest

Testverfahren, die dazu beitragen, das individuelle Kariesrisiko einzuschätzen. Dazu gehören Tests, die die Menge an kariesverursachenden Bakterien (Streptococcus mutans, Laktobazillen) untersuchen. Bei anderen Tests wird die Fließrate des Speichels und sein Vermögen, Säuren abzupuffern geklärt.



Subgingival

Unterhalb des Zahnfleischsaumes gelegen.



Supragingival

Oberhalb des Zahnfleischsaumes gelegen.

T

Teleskop-Prothese
herausnehmbarer Zahnersatz, der aufgrund parallel gefräster Doppelkronen seine Friktionshaftung erhält. Bei einer Teleskopprothese wird ein Zahn oder werden auch mehrere Zähne mit einem sogenannten Innenteleskop (meistens aus einer Goldlegierung) überkront. Über diese Zähne mit den Teleskopen kann nun die Prothese gesetzt werden, welche somit einen sehr guten Halt erzielt. Die Prothese wird im zahntechnischen Labor hergestellt und somit auf die Bedürfnisse und ästhetischen Wünsche des Patienten genau angepasst. Die Zähne in der Teleskopprothese können nach Bedarf auch ausgetauscht oder erneuert werden



Teleskop/Teleskopkrone

auch Doppelkrone; Kronenart zur Verbindung von festsitzend-herausnehmbaren Zahnersatz. Dabei wird das Innenteleskop (= Primärteil) mit dem beschliffene Zahnstumpf fest verbunden (einzementiert); über den so vorbereiterten Zahn greift das an dem Zahnersatzstück befindliche Aussenteleskop (wie bei einer Teleskopantenne) und bewirkt so eine gute Verbindung und sichere Abstützung mit dem Restgebiss. Bei dem so teleskopierten Zahnersatz kann es sich um eine herausnehmbare Teilprothese oder aber eine herausnehmbare Brücke handeln.



Titan

Sehr leichtes und stabiles, schwer zu verarbeitendes Metall, welches durch seine Oxidschicht äußerst korrosionsstabil und bioverträglich ist.



Twinkles

Zahnschmuck aus Gold mit Brills.

U

Überempfindlichkeit der Zahnhälse
Die Zahnhälse liegen frei, die Dentinkanälchen ca. 1−2 μm große Hohlräume, die das Dentin (Zahnbein) des Zahns von außen nach innen durchziehen. Sind sie offen, es kommt zu erhöhtem Schmerzempfinden.



UK

Unterkiefer (Mandibula)



Unterfütterung

Methode, um schlecht sitzende Prothesen dem Kiefer wieder genau anzupassen. Unterfütterungen sind von Zeit zu Zeit notwendig, da sich im Laufe der Zeit das Prothesenlager verändert.

V

Veneers
Veneers, auch Verblendschalen, Keramikschalen oder Blenden genannt, sind hauchdünne, individuell gefertigte Keramikfacetten, die auf dem sichtbaren Bereich der Frontzähne, selten auch der Seitenzähne dauerhaft verklebt werden, um eine optisch wirkungsvolle Verschönerung des Gebisses oder einzelner Zähne zu erreichen.
Die Anbringung der Veneers ist eine der schonendsten zahnmedizinischen Verfahren mit verblüffenden Ergebnissen.
Keramik Veneers, die erst seit 1983 hergestellt werden, sind mittlerweile fester Bestandteil der kosmetischen Zahnheilkunde.

Wenn man sich ein Veneer anschaut, könnte man meinen, dieses sei ein künstlicher Fingernagel. Genauso sehen die Veneers auch aus: sehr dünn, fein und grazil. Das durschnittliche Veneer ist ca. 0,5 Millimeter stark, wobei Variationen zwischen 0,3 mm und 1 mm ganz normal sind. Die Non-Prep-Veneers können bis zu 0,2 mm dünn sein. Wenn Sie ein Veneer gegen das Licht halten, werden Sie feststellen, dass dieses sogar transparent ist.

Keramik Veneers sind biologisch sehr gut verträglich.
Die dadurch entstehende Ästhetik und Natürlichkeit ist durch keine andere Zahnrestauration zu übertreffen. Plaque bzw. Ablagerungen haften auf der Keramikoberfläche nicht. Die Farbe bleibt dauerhaft stabil.
Durch die natürliche Transparenz und gute Licheigenschaft verleihen die Veneers dem Zahn ein natürliches Aussehen und Lebendigkeit. Zahnsubstanz muss nur geringfügig abgetragen werden. Bei den Non-Prep-Veneers wird überhaupt keine Zahnsubstanz abgetragen.

Veneers bieten eine tolle Möglichkeit, Zähne zu verschönern oder zu verbessern, aber beachten Sie bitte, dass diese Prozedur nicht rückgängig gemacht werden kann. Wenn einmal ein Veneer auf den Zahn geklebt wurde, wird dieser Zahn für immer ein Veneer oder eine Krone brauchen, um optimal auszusehen. Da bei der Veneerpräparation ein minimaler Zahnsubstanz-Abtrag notwendig ist und die Veneers keine Ewigkeit halten, müssen Sie davon ausgehen, dass diese im Laufe der Zeit eventuell erneuert werden müssen. Eine Ausnahme machen hier die No-Prep-Veneers oder die Lumineers die ohne jegliche Zahnpräparation auskommen. Diese Veneers sind reversibel, das bedeutet, dass diese Veneerart rückstandlos vom Zahn entfernt werden kann.

Trotzdem gehören die Veneers zu den schonendsten zahnmdedizinischen Verfahren. Um eine Krone einzusetzen, ist der Substanzabtrag um ein Vielfaches größer, sodass Veneers oft als Mittel der Wahl anzusehen sind.

Wann sollen Veneers nicht eingesetzt werden?

Die Veneers sollen immer nach sorgfältig gestellter Indikation eingesetzt werden. Es gibt allerdings Situationen, wo Veneers nicht zu empfehlen sind. Hierzu gehören z.B.:

Personen, die knirschen oder die Angewohnheit haben, auf Gegenständen (Kugelschreiber, Nägel usw.) zu kauen. Für Nachtknirscher können aber spezielle Plastikschienen zum Schutz der Zähne angefertigt werden.

Wenn die Zähne große Füllungen oder Karies haben. Hier sollte man lieber Keramikkronen verwenden.

Bei unzureichender Mundhygiene.

Bei Personen, die ungeschützt Kampfsport betreiben.



Verblendung

eine Verblendung ist ein Überzug einer künstlichen Krone oder Brücke aus Keramik oder Komposit, welche im Labor hergestellt und vom Zahnarzt eingesetzt wird. Kronen oder Brücken bestehen aus einem Gerüst und einer damit verbundenen Verblendung. Dieses Gerüst ist entweder aus einer Goldlegierung oder aus einer harten Keramik. Um eine ästhetische Rekonstruktion der Zahnsubstanz zu gewährleisten wird die Krone/Brücke vom Zahntechniker mit einer Keramikverblendung überzogen.



Versieglung

Mit Hilfe von Versiegler werden schlecht zu reinigende Grübchen der Zähne z. B. Fissuren (enge Grübchen auf den Kauflächen der Backenzähne) mit Kunststoff aufgefüllt. Die Ansiedlung von Zahnbelägen wird so verhindert. Zusätzlich sind diese Bereiche dann leichter putzbar.



Vitalitätsprüfung

Prüfung der Sensibilität eines Zahnes durch Reizen mit extremer Kälte oder elektrischen Impulsen.

W

Wachsbiss
Zusammenbiss der Zähne auf eine Wachsplatte oder einen Wachswall zur Rekonstruktion der Bisslage im Dentallabor.



White Spot

Karies im Frühstadium



Wurzelbehandlung

Die Pulpa (Zahnnerv) ernährt den Zahn. Ohne diese Versorgung wird der Zahn spröde und brüchig. Trotz der vitalen Funktion dieser Pulpa kann, meist wegen Karies, einer Entzündung oder durch Schädigung des Nervs infolge Unfalls, deren Behandlung oder gar Entfernung nötig werden.
Wenn immer möglich, wird der Zahnarzt versuchen, die Pulpa und damit den Zahn am Leben zu erhalten. Ist dies nicht mehr möglich, so muss die Pulpa gänzlich aus Zahnkrone und Zahnwurzel entfernt werden.
Der tote Zahn bleibt dabei im Kiefer, ohne dass er weitere Beschwerden verursacht.
Bei der eigentlichen Wurzelbehandlung wird das Nervengewebe mit winzigen Feilen aus den Wurzelkanälen geschabt. Sind die Kanäle sauber, werden sie mit einer sterilen, selbsthärtenden Paste versiegelt.
Die Schwierigkeit der Behandlung liegt darin, dass der Zahnnerv nicht immer in einem einzigen, gerade verlaufenden Kanal liegt. Meist sind mehrere, oft stark verzweigte Kanälchen vorhanden, die zudem Biegungen aufweisen können. Hier ist die Arbeit mit der Feile ausserordentlich heikel.
Finden sich feinste Kanalabzweigungen in der Wurzelspitze, so wird der Zahnarzt diese Spitze kappen (Wurzelspitzenresektion), um spätere Infektionen, und damit auch Schmerzen für den Patienten zu vermeiden.
Muss der Zahnnerv entfernt werden, so werden zunächst die Eingänge zu den Wurzelkanälen freigelegt. Die Pulpa wird mit nadelförmigen Instrumenten entfernt und der Wurzelkanal erweitert (links). Das Instrument muss bis zur Wurzelspitze vordringen, was mittels eines Röntgenbildes kontrolliert wird.
Der erweiterte Wurzelkanal wird mit sterilem Material gefüllt.
Das Röntgenbild zeigt, dass die Wurzelfüllung den Kanal an der Wurzelspitze dicht verschliesst. Jetzt kann die Zahnkrone wieder aufgebaut werden.
Das oberste Ziel einer Wurzelbehandlung ist der korrekte Verschluss des erkrankten Zahnes, so dass dem Patient dauerhaft ein Erhalt ermöglicht wird.

X

Xanthodontie
Gelb- und Braunfärbung der Zähne

Y

Kein Eintrag vorhanden

Z

Zahnfleischtaschen
Entstehen, wenn sich das Zahnfleisch von den Zähnen löst. Je tiefer sie werden, desto schlimmer.
Wird eine Entzündung des Zahnhalteapparates nicht behandelt, werden der Kieferknochen und die Gewebe, die die Zahnwurzel im Kieferknochen verankern, zunehmend zerstört. Dies führt langfristig unweigerlich zu Zahnlockerungen und schließlich zum Zahnverlust.
Wenigen ist bewusst, dass bei einer solchen Zahnfleischtaschen schnell eine Wundfläche bis zu 70 cm² entsteht – das entspricht in etwa der Größe einer Handfläche. Durch diese Wunden im Gewebe können die aggressiven Parodontitisbakterien in den Blutkreislauf und damit in den ganzen Körper gelangen.
Studien haben gezeigt, dass Zahnfleischtaschen und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems nicht nur gemeinsame Risikofaktoren haben, sondern dass die bei einer unbehandelten Parodontitis in die Blutgefäße eindringenden Bakterien auch Arteriosklerose auslösen können. Dadurch kann eine Parodontitis das Risiko für koronare Herzerkrankungen und damit für einen Herzinfarkt erhöhen und in bereits vorgeschädigten Blutgefäßen das Risiko für einen Schlaganfall verstärken.
Die Wechselbeziehungen zwischen Diabetes mellitus und Parodontitis werden bereits seit vielen Jahren untersucht.
Inzwischen belegt eine Vielzahl klinischer Studien, dass das verstärkte Auftreten von Zahnfleischtaschen nicht nur eine der vielfältigen Komplikationen des Diabetes mellitus darstellt, sondern dass eine unbehandelte Parodontitis auch selbst die Kontrolle bzw. Einstellung des Blutzuckerspiegels massiv erschweren und somit die Folgen einer Zuckerkrankheit verschlimmern kann.
Menschen, bei denen der Hausarzt einen Diabetes mellitus diagnostiziert hat, sollten daher im Rahmen der Behandlung auch unbedingt ihren Zahnarzt konsultieren.
Parodontitis ist also keine auf den Mund beschränkte Erkrankung, sondern kann zu einem Gesundheitsrisiko für den ganzen Körper werden.



Zahnstein

durch Plaque kommt es zu einem klebrig, weisslichen Belag aus Bakterien und Zucker, der sich kontinuierlich auf den Zähnen bildet. Er stellt die Hauptursache für Karies und Zahnfleischerkrankungen dar und kann sich, wenn er nicht täglich entfernt wird, zu Zahnstein verhärten



Zirkon

ist das älteste und eines der am häufigsten vorkommende Mineral in der Erdkruste. Aus diesem Element wird der Hochleistungswerkstoff Zirkoniumdioxid (Yttriumoxid, stabilisiertes Zirkoniumoxid) gewonnen, der schon seit mehr als 20 Jahren, beispielsweise in der Hüftgelenkchirurgie, eingesetzt wird.
Es ist gelungen, dieses Material auch in der Zahntechnik zu nutzen. Von den heute verfügbaren, dentalkeramischen Werkstoffen ist Zirkon, kombiniert mit Keramik, mit ihren exzellenten gesundheitsverträglichen Eigenschaften unumstritten der Werkstoff mit den besten Eigenschaften für den modernen Zahnersatz.



Zyste / Kieferzyste

Rundlich geschlossener, mit einer Flüssigkeit oder breiigem Material gefüllter Körperhohlraum, der durch eine Kapsel abgegrenzt ist. Zysten sind im Kieferbereich relativ häufig anzutreffen und neigen stets zu einer gutartigen (meist langsamen) Vergrößerung.
Auch nach Entfernung des die Zyste verursachenden Zahnes wachsen diese Gebilde weiter. Sie können unter Umständen bis zur Größe eines kleinen Hühnereies wachsen, bevor sie den Kieferknochen durchbrechen. Da diese Zysten, falls sie nicht infiziert werden, bis zu einer gewissen Größe völlig schmerzlos sind, ist ihre Erkennung meist nur röntgenologisch möglich.



Zystektomie

Entfernung einer Kieferzyste